Spar- und Bauverein Paderborn blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2025

Starke Bilanz, starke Gemeinschaft – Spar- und Bauverein Paderborn blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2025

Bei seiner Vertreterversammlung im Paderborner Hotel Vivendi zog der Spar- und Bauverein Paderborn eine rundum positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2025. Vorstandsvorsitzender Thorsten Mertens präsentierte einen Jahresüberschuss von 3,9 Millionen Euro sowie eine Bilanzsumme von 157,8 Millionen Euro – und bezeichnete die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens als „sehr gut und stabil".
 

Solide Basis: Wohnungsbestand und Kennzahlen

Das wirtschaftliche Fundament bilden 3.023 Wohnungen mit rund 209.000 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche sowie eine sehr moderate durchschnittliche Kaltmiete von 6,26 Euro je Quadratmeter. Ergänzt wird der Bestand durch acht Gewerbeeinheiten sowie 1.430 Garagen und Stellplätze. Die Fluktuationsquote liegt bei 7,2 Prozent (218 Fälle), die Leerstandsquote bleibt mit lediglich 0,9 Prozent auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau.
 

Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen – hoher Baufinanzierungs- und Energiekosten, einer angespannten immobilienwirtschaftlichen Lage sowie wachsender regulatorischer Anforderungen – wurden alle Projekte termingerecht, in gewohnter Qualität und wirtschaftlich tragfähig umgesetzt. Mertens betonte, dass dieser Erfolg kein Zufall, sondern Ergebnis konsequenter und vorausschauender Unternehmensführung sei.

 

Mitglieder und Eigenkapital: Starke Gemeinschaft

Ende 2025 zählte der Spar- und Bauverein 5.913 Mitglieder mit 56.515 Geschäftsanteilen und einem Geschäftsguthaben von 16,5 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote von 61,2 Prozent unterstreicht eindrucksvoll die finanzielle Stärke und Verlässlichkeit der Genossenschaft. Auch im 133. Geschäftsjahr schüttet der Spar- und Bauverein eine Dividende von fünf Prozent aus – in der Summe 882.585,81 Euro, was 23 Prozent des Jahresüberschusses entspricht. Die verbleibenden 77 Prozent fließen in die Rücklagen und stärken das Unternehmen weiter.
 

Investitionen in Bestand und Neubau

Seit 2020 hat der Spar- und Bauverein rund 29,7 Millionen Euro in Instandhaltung und Modernisierung investiert, weitere 26,7 Millionen Euro flossen in neue Bauvorhaben. Für das laufende Geschäftsjahr sind Investitionen von rund 16 Millionen Euro geplant; der erwartete Jahresüberschuss liegt bei etwa 3,5 Millionen Euro. Seit 2007 sind insgesamt 475 Wohn- und sechs Gewerbeeinheiten mit mehr als 30.000 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche entstanden – darunter Seniorenwohngemeinschaften, Sozialstationen, eine Kindertagesstätte, ein Studierendenwohnheim und Einrichtungen für inklusives Wohnen.
 

Aktuelles Highlight: Das Klimaquartier Südstadt

Im Mittelpunkt der aktuellen Bautätigkeit steht das Klimaquartier in der Paderborner Südstadt. Am Querweg entstehen vier Gebäude mit 51 modernen Wohneinheiten – darunter ein inklusives Wohnprojekt – sowie eine Tiefgarage und ein eigenes Nahwärmeversorgungsnetz für rund 200 Wohnungen. Parallel laufen Blockinnenverdichtungen im Bereich Widukindstraße, Querweg und Albinstraße. Im Spätherbst soll außerdem der Startschuss für die Erweiterung der Anlage „Tegelbogen" an der Nordstraße fallen, wo ein L-förmiges Gebäude mit 26 Wohneinheiten entsteht.
 

Nachhaltigkeit: Auf dem Weg zur CO2-Freiheit

Vorstandsmitglied Alexander Prior hob hervor, dass der Spar- und Bauverein beim Klimaschutz bereits heute über dem Branchendurchschnitt liegt. 5.299 Photovoltaik-Module sparen jährlich 650 Tonnen CO2 ein und ermöglichen den Bewohnern von 720 Wohneinheiten die Nutzung von günstigem Mieterstrom direkt vom Dach – ein konkreter Mehrwert für Mieterinnen und Mieter und ein klares Bekenntnis zur Energiewende.
 

Ehrungen und neue Gesichter im Aufsichtsrat

Nach 23 Jahren im Aufsichtsrat – davon zwölf Jahre als Vorsitzender und sieben Jahre als stellvertretender Vorsitzender – legte Hubert Böddeker sein Amt nieder. Die Vertreterversammlung würdigte sein außerordentliches Engagement und wählte ihn einstimmig zum Ehrenvorsitzenden. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Ernst Warsitz hob in seiner Laudatio hervor, dass ökonomisches Denken, Führungsstärke und soziales Gespür das Wirken Böddekers geprägt hätten: „Ein Glücksfall, denn der Spar- und Bauverein ist nicht nur ein Wirtschaftsunternehmen, er ist ein Stück gelebte Gemeinschaft."
 

Für die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Hubert Böddeker und Paul Knocke – der dem Gremium 19 Jahre angehörte – rücken Aloys Buschkühl (stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Paderborn-Lippe) und Fabian Pantke (Rechtsanwalt bei Zacharias und Partner, Paderborn) für drei Jahre in den Aufsichtsrat nach. Sabine Loewe wurde einstimmig für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.

 

133 Jahre – und weiter fokussiert auf Zukunft und Gemeinschaft

Auch nach 133 Jahren bleibe der Spar- und Bauverein konsequent auf Innovation, Nachhaltigkeit, integrative Konzepte, Lebensqualität und menschliches Miteinander ausgerichtet, so Mertens. Mit Blick auf politische Rahmenbedingungen mahnte er, dass übermäßige staatliche Regulierung zu einem Investitionshemmnis werde. Genossenschaftliche Unternehmen böten gerade in Zeiten des Wandels Orientierung und Verlässlichkeit – eine Botschaft, die der Spar- und Bauverein Paderborn mit seiner Geschichte und seiner Leistung eindrucksvoll belegt.