Gemeinsam mit der Lebenshilfe Paderborn plant der Spar- und Bauverein Paderborn eG ein inklusives Mehrparteienhaus in zentraler Lage. Das Konzept für das Grundstück an der Bahnhofstraße 16 bis 18 stieß im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Hövelhof auf breite Zustimmung.

Auf dem Grundstück soll ein modernes, barrierefreies Wohngebäude entstehen. Vorgesehen sind zwölf Apartments für Menschen mit Behinderung, die im Rahmen einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft leben können. Die einzelnen Wohnungen bieten private Rückzugsbereiche und werden durch gemeinschaftlich nutzbare Räume sowie einen gemeinsamen Außenbereich ergänzt. Die Betreuung soll durch multiprofessionelle Teams der Lebenshilfe Paderborn sichergestellt werden.

Das Wohnangebot richtet sich insbesondere an Menschen, deren Angehörige die Betreuung aufgrund ihres Alters oder anderer persönlicher Rahmenbedingungen nicht mehr dauerhaft leisten können. Bereits heute haben zahlreiche Menschen aus Hövelhof ihren Bedarf an einem solchen Wohnangebot angemeldet.

In den darüberliegenden Etagen sind sechs weitere, frei finanzierte Wohnungen in unterschiedlichen Größen und Grundrissvarianten geplant. Zwei Wohnungen im Dachgeschoss sollen eine Wohnfläche von rund 110 Quadratmetern haben. Sämtliche Wohnungen werden barrierefrei erreichbar sein. Insgesamt sind 15 Stellplätze an der Bahnhofstraße vorgesehen.

Das bestehende Gebäude auf dem Grundstück soll für den Neubau abgerissen werden. Der vorhandene Baumbestand im südlichen Gartenbereich soll möglichst in das neue Wohnkonzept integriert werden. Nach den Planungen fügt sich das Gebäude in die umgebende Bebauung ein und profitiert zugleich von der guten Anbindung an den Bahnhof.

Für den Spar- und Bauverein Paderborn ist das Vorhaben bereits das zweite inklusive Wohnprojekt in Hövelhof. In der nahe gelegenen Wittekindstraße besteht seit 2023 ein weiteres Wohnangebot, das gemeinsam mit der Stiftung Bethel realisiert wurde. Mit dem neuen Projekt setzt der Spar- und Bauverein nun gemeinsam mit der Lebenshilfe Paderborn ein weiteres Zeichen für Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensqualität.

Da das Vorhaben in einzelnen Punkten vom geltenden Bebauungsplan abweicht, beabsichtigt die Gemeinde Hövelhof, erstmals den sogenannten Bauturbo anzuwenden. Die Gemeinde und die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses signalisierten ihre Unterstützung und stellten eine zügige Bearbeitung in Aussicht.

Der Förderantrag soll gemeinsam mit dem Bauantrag eingereicht werden. Nach aktuellem Planungsstand ist ein Baubeginn im Laufe des Jahres 2027 vorgesehen – vorausgesetzt, die erforderlichen Fördermittel werden bewilligt und die weiteren planungsrechtlichen Voraussetzungen sind erfüllt.