- Fläche:
- 57,84 m²
- Zimmer:
- 2 Zimmer/Küche/Bad
- Balkon
- Kaltmiete:
- 265.83 € (4.60 € / m²)
115 Jahre Spar- und Bauverein Paderborn eG
Frage: Seit 115 Jahren ist der Spar- und Bauverein Paderborn in der Wohnungswirtschaft aktiv. Was war zu allen Zeiten wichtig, was bleibt auch für die Zukunft?
Thorsten Mertens: Qualitätsvolles städtisches Wohnen zeichnete sich schon immer durch drei Attribute aus: gut, sicher und sozial. Unsere Grundphilosophie war immer die gute und sichere Wohnungsversorgung breiter Bevölkerungsschichten zu sozialverträglichen Mieten. Das wird mit großer Verlässlichkeit so bleiben. Klares Ziel ist der qualitätsvolle Wohnungsbau unter Berücksichtigung der betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten, aber auch der sozialen Ausgewogenheit.
Frage: Wie heißen die Aufgaben der nächsten Jahre?
Thorsten Mertens: Mit den Aufgaben der Zukunft setzen wir uns schon seit Jahren auseinander, etwa bei den Themen Energie und Senioren. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Verbesserung des Wohnumfeldes in den Quartieren vor allem unter sozialen Gesichtspunkten. Auch da bringen wir uns ein, doch das ist eine breite gesellschaftliche Aufgabe, an der sich alle beteiligten müssen.
Frage: Auf wen bauen sie dabei?
Thorsten Mertens: Vor allem Politik und Verwaltung müssen ihre partnerschaftliche Unterstützung dringend weiter ausbauen. Letztlich sind intakte Wohngebiete die Grundlage für ein demokratisch bestimmtes und solidarisches Miteinander. Stadtentwicklung ist Gesellschafts- und Wirtschaftspolitik. Es sichert die Wettbewerbsfähigkeit der Städte als Wirtschaftsstandort. Wenn wir uns da nicht bewegen, werden wir alle die enormen sozialen Folgen mittelfristig zu spüren bekommen.
Frage: Das klingt so, als hofften Sie auf mehr Engagement der Kommune.
Thorsten Mertens: Die Stadtentwicklung ist auch in Paderborn kein Selbstläufer und eine Wohnungsbaugenossenschaft ist kein Reparaturverein für ungelöste Sozialstaatsprobleme. Gleichwohl können wir uns beim Spar- und Bauverein Paderborn für die gute Zusammenarbeit mit den Ämtern und Dezernaten unserer Stadt bedanken. Ich bin davon überzeugt, dass wir uns auf einem guten Weg befinden und die positiven Synergien weiterentwickeln.
Frage: Der Spar- und Bauverein Paderborn nimmt die gesellschaftliche Verantwortung an, die ihm als größten Akteur der Wohnungsbranche in der Region zukommt. Dennoch muss er vernünftig wirtschaften. Machen die Investitionen in Energieeffizienz, Barrierefreiheit oder das soziale Umfeld betriebswirtschaftlich Sinn?
Thorsten Mertens: Ja. Mit attraktiven, bedarfsorientierten Wohnungsgrundrissen, Niedrigenergiebauweise, Barrierefreiheit, anspruchsvoller Architektur und einem möglichen Betreuungsangebot bieten wir schlüssige Konzepte an, die unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken. Zum Markenmanagement unseres Unternehmens zählt eben nicht nur der kurzfristig zu erzielende Umsatz, sondern insbesondere der mittel- und langfristige Aufbau von Werten. Wir verfolgen eine am dauerhaften Erhalt orientierte Bestandspolitik. Das bedeutet Stabilität, Substanz und Nachhaltigkeit. Die langfristige Marktfähigkeit der Wohnquartiere ist gesichert. Vergessen Sie nicht: Wir müssen schon jetzt für den Mietermarkt der kommenden Jahrzehnte planen.
Frage: Eines lässt sich schon heute feststellen: die Betriebskosten werden steigen. Wie reagiert der Spar- und Bauverein Paderborn darauf?
Thorsten Mertens: Die teilweise dramatische Entwicklung der „zweiten Miete“ belastet die wohnungswirtschaftlichen Unternehmensren¬diten. Das ist im Hinblick auf dringend erforderliche energetische Modernisierungen völlig kontraproduktiv. Um weitere drastische Erhöhungen abzuschwächen, räumen wir dem unternehmensinternen Betriebskostenmanagement einen hohen Stellenwert ein. Wir reden nicht nur mit Energieversorgern, sondern auch mit Versicherungen, Multimedia-Anbietern und Dienstleistern. Ziel ist es, günstige Paketlösungen zu vereinbaren, die allen Mieter zugute kommen. Das ist uns mit großem Erfolg bereits mehrfach gelungen.


